Lividity, Master, Hellblazer, Requim in Hannover / Labor am 28.03.2003
Nach einem gemeinsamen Treffen der „kleinen“ Hannoveraner Metalglory-Gemeinde beim Chef (natürlich wurden nur dienstliche Gespräche mit Protokoll und allem was dazu gehört geführt : - ) ), ging es dann zum nicht weit entfernten LABOR. Dort angekommen schon der erste Ärger! Damnable und Mastic Scum haben ihre Gigs gecancelt. Schade, denn nach dem eher schlechten Gig der Polen beim Ear Terror Festival 2002 hätte ich schon gerne die Livepräsentation in diesem Jahr gesehen. Was solls! Mit Requim wurde ein würdiger Ersatz gefunden, die den Abend auch eröffnen durften. Die Deather aus deutschem Lande hatten es nicht einfach, denn viele haben es mal wieder nicht ins Labor geschafft!
Reqium, haben mich positiv überrascht, da sie ihre Brutalität und gewaltigen Growls sehr gut umsetzen konnten und nach einer knappen halben Stunde auch ihren würdigen Applaus, der vorhanden Leutchen bekamen. Leider kannte ich diese Band nicht bis dato, da werde ich dies wohl in nächster Zeit nachholen.
Hellblazer haben wohl ihre eigene Fangemeinde mitgebracht, die für ziemlichen Beifall sorgte. Die aggressiven Ausbrüche des Vocalisten und die schnellen Hard-/Grindcore Parts konnten überzeugen. Ja, diese Jungs scheinen eine „kranke“ Präsentation vorzuziehen und so stülpt sich der Gitarrero eine Skimaske über den Kopf, die nur seine Augen blitzen lässt, wobei er noch Barfuss und in Bermudashorts seinen Gig durchspielt. Der Vocalist ist so heftig bei der Sache, dass seine Ausbrüche einem schon zu denken geben. Aber es passt sehr gut zu ihrer Musik, die sich irgendwo zwischen Grind- und Hardcore mit fiesen Scream-Growls einordnen lässt.
Danach war es Zeit für den Herrn Speckmann und seine tschechischen Begleiter. Master brettern, nach langen Soundeinstellungen, sofort los. Mit überzeugenden Songs bebte auf einmal der Saal im vorderen Bereich und es schien, dass doch noch ein paar Leutchen mehr den Weg ins Labor gefunden haben! Trotz der Boxausfälle und einigen Soundprobleme wurde die ganze Bandbreite der Death-Legende präsentiert. „Let´s start the war“ fand den Weg, trotz der Ereignisse dieser Tage und einer „Entschuldigung“ des Herrn Speckmann persönlich, auf die Playlist und könnte somit auch ruhig bzw. knallhart auch als „Friedenslied“ umgeformt werden; jedoch wollen wir bei Master nicht soweit gehen! Auf jeden Fall gab es dann noch Platz für einen alten Death Strike Klassiker und nach 2 Zugaben durften auch diese Mannen die Bühne verlassen.
Lividity! Was soll ich dazu noch sagen. Diese Groovigen Death Grinder sind einfach eine Granate und von daher hatte ich von vornherein viele Ansprüche, was die Livepräsenz angeht. Ich kann definitiv sagen: Sie haben es mir und dem Rest bewiesen. „Wie auf CD“ wurden die Porn-Death-Grind Attacken gespielt, die völlig für Furore sorgten und einige neben mir fanden es sogar für wichtig mit „Punk-Pogo“ anzufangen, wodurch viele, die eigentlich den Weg zu den Klos benutzen wollten, nicht mit klarkamen. Die Amis haben überwiegend ihre Songs von "...´til only the sick remain“ (siehe Review vom 09.08.2002) vorgestellt und mit ihren Ansagen zu den deutschen Pussies wurde auch dem Publikum vieles klarer. Ja, sie haben sogar neue Begriffe aus dem deutschen Vokabular diesbezüglich aufgeschnappt.
Ein genialer Gig der Amis, die bei besseren Sound auf jeden Fall zu den Granaten in der Live-Branche gehören. Diese Jungs sind wahrlich zu empfehlen.
Diesmal geht meine persönliche Danksagung an Olaf & Co.(Morbid Rec.: Macht nur weiter so!) und an Dimi aus dem Labor!
geschrieben am 06.04.2003 von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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