Heidevolk, Odroerir, Helfahrt, Waldgeflüster in Bad Salzungen, KW 70 am 12.06.2010
Am heutigen Abend feiern ODROERIR die Veröffentlichung ihres neuen Albums „Götterlieder II“ vor heimischem Publikum in Bad Salzungen. Also ein schöner Anlass für mich, wieder mal einen Abstecher ins benachbarte Thüringen zu machen, aber der Reihe nach. Für überaus faire 10 Euro Eintritt stehen insgesamt vier Bands auf dem Programm. Als ich am KW 70 eintreffe, krieg ich gerade noch die letzten zwei Songs von WALDGEFLÜSTER mit. Die Jungs müssen mit ihrem atmosphärisch angehauchten Black Metal bei den etwa 300 Zuschauern ganz gut angekommen sein, denn vor der Bühne stehen schon etliche Leute in lockeren Reihen. Ich habe nur den Rausschmeisser „Wotan sang“ komplett gehört und fand ihn richtig gut.
Nach kurzer Umbaupause legen dann HELFAHRT los. Doch trotz erkennbarem Tatendrang verhält sich das Publikum dem Black’n’Roll der Münchener gegenüber anfangs ziemlich reserviert. Erst nach dem dritten Song finden sich die Fans endlich wieder vor der Bühne ein. Neben einigen Songs vom neuen Album „Drifa“ sind es besonders die altbekannten Nummern wie „Die Erde birgt den Tod“ und „Auf Nagelfars Deck“, mit denen die Bayern punkten können.
Im Anschluss daran sind die Hauptpersonen dieses Abends an der Reihe. ODROERIR widmen sich auf „Götterlieder II“ weiterhin der Vertonung der Edda, des altnordischen Heldenepos. Einige Fans rufen zwar schon zu Beginn des Sets nach dem Gassenhauer „Zur Taverne“, doch zuvor stehen erstmal die neuen Songs im Mittelpunkt. Generell fällt auf, dass ODROERIR im Gegensatz zum Vorgänger „Götterlieder“ weitaus weniger Metaleinflüsse verarbeiten und stattdessen den Folk-Elementen einen grösseren Raum lassen. Auch wenn man bei „Skadis Rache“ sich wieder mehr den treibenden Metalrhythmen widmet, so bleiben doch der Klargesang von Stickel und die noch höheren Gesangstöne von Natalie ein stilbildendes Mittel. Mit „Zwergenschmiede“ und „Odroerir“ gibt es dann wieder wohlbekannte Lieder zu hören. Bei der Zugabe versammeln sich WALDGEFLÜSTER und HELFAHRT mit den Thüringern auf der Bühne, um zum Abschluss gemeinsam „Iring“ aus vielen Kehlen zu schmettern. Das hat richtig Spass gemacht!
Erst vor ca. einem Jahr habe ich HEIDEVOLK ebenfalls im KW 70 gesehen, allerdings mit einem kürzeren Auftritt als Vorgruppe von ALESTORM. Auch heute schaffen es die Niederländer um die beiden Sänger Joris und Mark, von Anfang an für Partystimmung zu sorgen. Bei Live-Abgeh-Nummern wie „Saksenland“, „Wodan Heerst“ und „Het Beer Zal Weer Vloeien“ ist das auch kein Wunder. Vom neuen Album kommen „Dondergod“, „Vlammenzee“, „Ostara“ und wenn ich mich nicht verhört habe „Gelders Lied“ zum Einsatz. Wie gesagt, ein toller Auftritt, den ich aber nicht bis zum Schluss miterlebt habe, da sich um 01.30 Uhr so langsam die Müdigkeit breitmacht und noch 70 Kilometer Landstrasse vor mir liegen.
Viele Grüsse an:
Olaf, Maik (Einheit Produktionen)
geschrieben am 16.06.2010 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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