Gernotshagen, Odroerir, Helfahrt, Elivagar in Bad Salzungen, KW 70 am 02.01.2009
Wo, wenn nicht in heimatlichen Gefilden, sollten GERNOTSHAGEN ihre „Light A Pagan Fire“-Europatournee wohl starten? Also heisst es für uns zum zweiten Mal innerhalb der letzten sieben Tage „auf nach Bad Salzungen“! Der Kater von der gestrigen Silvesterparty faucht zwar gelegentlich noch, aber was soll’s. Als wir zu fünft am KW 70 eintreffen ist noch ausreichend Zeit für das erste Bierchen mit einigen Kumpels aus Thüringen bei Zimmerlautstärke, bevor die Lichter ausgehen und ELIVAGAR den Abend eröffnen. Die Vier stimmen die Zuschauer mit folkigem Death Metal angenehm auf das Kommende ein. Ihr Sound beinhaltet verschiedene Stimmungen: mal brachial, dann wieder sanft durch Flöten- und Keyboard-Einsatz. So wirken Songs wie „Der Ruhm der Schlacht“, „Blutrache“ und „Follower Of Ancient Tales“ recht abwechslungsreich, dass die 45 Minuten Spielzeit relativ kurzweilig vergehen.
Im Anschluss daran legen HELFAHRT härtemässig eine Schippe drauf. Sie knüppeln ihren Pagan Black Metal fast eine Stunde ins Publikum, ohne dass noch Fragen offen bleiben. Die Jungs haben bereits zwei Alben im Gepäck. Wenn auf die Länge des Gigs gesehen die Songs auch ziemlich ähnlich wirken, so machen Tracks wie „Wiedergänger“, „Irrlicht“ und „Auf Nagelfars Deck“ durch die kompromisslose Art des Vortrags trotzdem Spass.
Die Schmalkaldener Folk Metaller ODROERIR fahren danach ihrerseits den Härtepegel wieder herunter. Die Band, in der sich Mitglieder von MENHIR und XIV DARK CENTURIES tummeln, verwendet anstatt von Geschwindigkeitsattacken und Doublebass viele Melodien, historische Instrumente und mehrstimmige Gesänge. Dadurch klingen Titel wie „Weltenanfang“, „Wanenkrieg“ und „Odroerir“ zugleich hart, aber auch stimmungsvoll. Die Fans sind jedenfalls zufrieden und feiern „Zwergenschmiede“ und den älteren Song „Salzschlacht“ mit lautem Applaus. ODROERIR beenden nach 70 Minuten einen tollen Auftritt stilecht mit „Zur Taverne“ als zweite Zugabe.
Dann wird es Zeit für GERNOTSHAGEN, die mit „Der alte Wald“ und „Dem Skirnir zu Ehren“ gleich einen optimalen Einstieg in ihren Set finden. Die heimischen Fans machen von Anfang an begeistert mit und spornen die Jungs aus Trusetal dadurch immer wieder an. Weiter geht es mit „Widars Klagesturm“ und „Der Schlachtensang der Einherjer“, bevor ein neuer Song vom kommenden Album zum Einsatz gebracht wird. Er heisst „Waffenbruder“ und ist in bewährter GERNOTSHAGEN-Manier gehalten: tragende Melodien wechseln mit Raserei und epischen Parts, so dass sich erst gar keine Langeweile breitmacht. Auf die neue Scheibe kann man sich bestimmt freuen. Auch das Debütalbum „Wintermythen“ kommt in Gestalt der Songs „Gernotshagen“ und „Kriegshorn“ heute noch zu Live-Ehren. Dann gehen nach 80 Minuten die Lichter an und ein rundum gelungener Pagan Metal-Abend ist Geschichte.
geschrieben am 07.01.2009 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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