Dritte Wahl, Wilde Jungs, Betontod in Alsfeld, Hessenhalle am 08.08.2008
Endlich geht mal wieder was in Alsfeld! So mache ich mich am späteren Freitagabend auf den Weg in die 40 Kilometer von Fulda entfernt gelegene Kreisstadt. Auf halber Strecke lege ich noch einen kleinen Zwischenhalt ein, um diverse Burger zur Stärkung einzuwerfen. Man weiss ja vorher nie so genau, was einen Essens-technisch vor Ort erwartet, denn der heutige Abend wird ein langer werden. Seit gestern geht in der Hessenhalle die Ehrlich & Laut Rocknacht bis inklusive Samstag über die Bühne. Es ist ein reines Punkrock-Festival und ich bin in erster Linie wegen DRITTE WAHL vor Ort, die sich nach längerer Abstinenz mal wieder in unsere Gegend verirrt haben. Ihr Auftritt ist für ab 01.00 Uhr terminiert, wird sich aber schlussendlich um eine Stunde verschieben.Aber auch andere Bands an dem Abend sind für mich von Interesse, wie z.B. COR, BETONTOD und WILDE JUNGS.
Als ich an der Hessenhalle ankomme, stelle ich fest, dass ich COR leider verpasst habe. Ich kriege noch die letzten drei Songs von PLANLOS mit, dann ist erstmal Umbaupause angesagt. Genügend Zeit also, um ein kühles Bier zu trinken und bei einem Rundgang zu bemerken, dass sich seit meinem letzten Konzertbesuch hier Mitte der 90er bei MOTÖRHEAD relativ wenig verändert hat. Dann legt mit BETONTOD eine alteingesessene Punkband los, die in 18 Jahren über 800 Konzerte gespielt hat. Heute Abend sind nicht wenige wegen ihnen gekommen, denn man sieht viele Bandshirts im weiten Rund der ca. 1000 Zuschauer. Nun gibt es eine Stunde melodischen Punkrock auf die Ohren, der von den Fans laut abgefeiert und mit ordentlich Pogo-Einlagen garniert wird. Songs wie „Zweifel“, „Feuer frei“ und „Viva Punk“ laden aber auch wirklich zum Tanzen ein. Nach ihrem Partyhit „Exzessiver Alkoholgenuss“ lassen sie ein zufriedenes Publikum zurück. Mir hat es gefallen.
Weiter geht es mit WILDE JUNGS, die ich, obwohl sie auch aus Fulda kommen, seltsamerweise noch nie live gesehen habe. War bei BETONTOD schon ordentlich was los, so steigert sich bei den Osthessen die Stimmung noch einmal. Bei flotten Nummern wie „Böhse Mädchen“, „Vollgaspilot“ und „Das Kreuzberglied“ singen viele mit. Mit „Frankfurter Jungs“ zeigen sie ihre Verbundenheit mit der SGE, sehr schön! Die Halle hat jedenfalls ihren Spass, der durch „Muttertag“ und „Danke Schlampe“ weiter im Schwung gehalten wird. Nach „Engel fickt man nicht“ verabschieden sich die Jungs um 01.30 Uhr von den Fans. Coole Show insgesamt, werde ich mir bei Gelegenheit wieder anschauen.
Aufgrund von Verzögerungen und der fortgeschrittenen Stunde lichten sich die Reihen in der Hessenhalle merklich. Viele gehen zu ihren Zelten, so dass DRITTE WAHL als Headliner um 02.00 Uhr vor vielleicht noch knapp 400 Leuten ihren Set beginnen. Doch davon lassen sich Gunnar, Krel und Stefan nicht unterkriegen. Als Dankeschön an die vor Ort Ausharrenden spielen die Rostocker heute ihre Songs auf Zuruf, so dass man ein buntes Potpurri durch sämtliche Alben zu hören bekommt. So wechseln sich aktuelle Titel wie „Zeit bleib stehen“ und „Willst du?“ mit Klassikern wie „Schaum auf der Ostsee“ und „Tobias“ einträchtig ab. So geht es munter weiter, bis um 03.00 Uhr DRITTE WAHL ihren Auftritt 30 Minuten früher als geplant beenden müssen. Schade, aber so langsam macht sich auch bei mir die Müdigkeit breit. Um viertel vor Vier liege ich dann endlich auch daheim in meiner Koje.
geschrieben am 09.09.2008 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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